Eine Frauenbewegung am Puls der Zeit

Neue Liebeskultur

Wir brechen auf in eine neue Liebeskultur

Ein wesentlicher Schritt in die Gleichberechtigung der Frau neben dem Mann war die feministische Bewegung. Frauen behaupteten sich im Patriachat und kämpften oft auf männliche Art und Weise um ihren Platz. Die verletzte Frau verletzte den Mann. Trotzdem war die feministische Bewegung ein wesentlicher Schritt in die Freiheit von uns Frauen, die vielfach unterdrückt und benutzt wurden. 

Männer sind in ihren Herzen verletzt. Durch Giftpfeile der Frauen, durch eine leistungsorientierte Ellenbogen-Gesellschaft, durch Kriege. Drum ist es für sie nicht einfach ihr Herz zu öffnen, uns Frauen zu verstehen, emotional zu sein. Andere Männer haben ihre Identität als Mann und ihre Vision verloren. Sie sind uns Frauen zu soft und kein klares Gegenüber mit männlichem Ausdruck und Libido.

Wir Frauen hingegen haben den Kontakt zu unserer Weiblichkeit verloren. Wollen wir dem Mann ein nährendes Gegenüber sein, dann müssen wir Wege finden, uns selbst zu nähren oder uns unter Frauen nähren zu lassen. Wir sind eingeladen, unsere weiblichen Körper von innen her zu bewohnen und unsere Schossverletzungen zu heilen. Je mehr wir uns mit Mutter Erde verbinden und in die Zyklen der Natur entspannen, desto mehr kann sich auch unser Körper und Geist entstressen.

Die grösste Sehnsucht im Miteinander von Frau und Mann ist es, willkommen und wertgeschätzt zu sein, genauso wie wir sind.

Die neue Liebeskultur trägt eine Vision:

Frauen und Männer hören auf, sich gegenseitig zu manipulieren, zu benutzen, zu erziehen und anzuklagen. Sie übernehmen die Verantwortung für ihre eigenen Gefühle und Selbstheilung. Sie sehen das Gegenüber nicht in der Verpflichtung die eigenen Mängel auszugleichen und Glück zu bescheren, sondern als ein stets neu sich entfaltendes wundervolles Geschenk und Geheimnis.

Ein Mann mit offenem Herzen ist in der Lage das Geschenk der manipulationsfreien Liebesenergie der Frau zu nehmen und zu erwidern.

In einem offenen geheilten und lustvollen Schoss kann der herzoffene und entspannte Mann seiner Libido männlich Ausdruck geben.

Dann wird die Verbindung von Mann und Frau zu einem heiligem sexuellem Akt in dem das Göttliche durchscheint und trägt. Kinder die so gezeugt werden, sind Liebeskinder.

Einer Vision zu folgen, heisst einem Leuchtfeuer -das vielleicht noch fern ist - zu folgen und es als Möglichkeit in mir leuchten zu lassen. Das schenkt mir Bewusstheit im Hier und Jetzt zu überprüfen, wo ich stehe auf diesem Weg und mich liebevoll, ohne moralischen Druck, selbst an die Hand zu nehmen in diese Richtung. Kraftvoll ist es mich dabei unterstützen zu lassen als Frau von Frauen und als Mann von Männern.

Das andere „Geschlecht“ oder besser: „Geschön“ werden wir vielleicht nie ganz verstehen, aber wir dürfen uns in unserem Sein dadurch inspirieren lassen und im Miteinander wachsen. Wie wäre es, wenn wir unser Gegenüber dabei unterstützen, ganz seinen/ihren eigenen Lebensausdruck in die Welt zu tragen? Dadurch entsteht kraftvolle Entspannung und wir und unser Umfeld werden beschenkt.

Martina Franck